Keine Lust mehr auf Monopol?

Lust auf Freiheit?

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Das bestehende System der Gesellschaft gibt uns die Illusion, dass wir frei sind zu entscheiden. Wenn man aber hinter die Kulisse schaut, dann erfährt man etwas total anderes!!!


Portrait einer Alternative

Heutzutage gibt es Dinge, die als selbstverständlich gelten und von gewissen Menschen als selbstverständlich gehalten werden müssen. Zum Beispiel die Tatsache, dass man sich Computer zwar von verschiedenen Herstellern kaufen kann, es darauf allerdings immer nur ein einziges Betriebssystem gibt (fängt mit W. an, ihr könnt euch sehr einfach ausdenken, welches ich meine, denn es ist ja fast das einzige, das man zu sehen bekommt). Stell dir vor, in jeder Weinflasche wäre immer der gleiche Wein!

Durch krumme Verträge schafft die Firma, die dieses Betriebssystem vermarktet (fängt mit M. an), dass es als Norm erklärt wird. So wird es nicht in Frage gestellt. Diese Firma hat mit (fast) allen Computerherstellern Verträge solcher Art abgeschlossen, sodass es sich die Hersteller kaum leisten können, sich für andere Betriebssysteme zu interessieren.

Jetzt kommen wir aus der Illusion heraus. Da: Es gibt andere Betriebssysteme!


Wenn man genauer hinguckt, dann stößt man auf neue Begriffe wie „OpenSource“, „Format“, „Plattformübergreifend“, und sogar „Software“ oder „Betriebssystem“ usw. Erstmal sieht es kompliziert aus, aber wenn man weiß, was sie bedeuten, dann nicht mehr!


Ein Betriebssystem ist sozusagen das Hauptprogramm auf einem Computer, die Schnittstelle zwischen Maschine und Menschen. Nur mit einem Betriebssystem kann man diesen Metallhaufen, den man Computer nennt, benutzen! Bekannte Betriebssysteme sind z.B. Windows XP, 95, 2000, Vista aus dem Hause Microsoft, aber auch MacOSX auf Apple-Computern oder die zahlreichen Linux-Distributionen wie z.B. Ubuntu, Debian oder OpenSUSE. Auch in Handys oder Mp3-Playern gibt es Betriebssysteme!

Aber welche Unterschiede gibt es? Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Bei Windows ist es zum Beispiel so: Da Windows so verbreitet ist, müssen (oder sollen) sich alle Computerhersteller an dieses Betriebssystem anpassen, wenn sie ihr Produkt verkaufen wollen. Eins der Vorteile von MacOS: Die Computer und Betriebssysteme sind genau aufeinander abgestimmt. Eins der Vorteile von Linux: es gibt keine Viren. Ebenfalls zu erwähnen ist die Benutzerfreundlichkeit von vielen Linux-Varianten: Denn es hat sich eine Menge getan, seitdem Linux nur von „Computerfreaks“ verstanden wurde. Viele Varianten sind sogar einfacher als Windows geworden! (Das beste Beispiel ist Ubuntu, die momentan beliebteste Linux-Distribution. Es ist ganz leicht und unkompliziert; um es zu testen reicht es, die CD hereinzuschieben und schon erscheint Ubuntu auf dem Bildschirm).

Das Wichtigste aber ist die Philosophie... denn Linux-Betriebssysteme setzten auf OpenSource und freie Lizenzen!


Kurz gesagt, es gibt für jede Sache eine freie und meist kostenlose oder kostengünstige Alternative (s. Tabelle unten). Dieses wird aber natürlich von den führenden Unternehmen gerne verschwiegen...



OpenSource heißt:

Der Quelltext von einem Programm (einer Software) ist offen gelegt und so für Benutzer lesbar. Das heißt, dass man hinter die Kulisse schauen kann und selbst prüfen kann, was das Programm tatsächlich macht. So kann man sich vergewissern, ob ein Programm irgendwelche privaten Daten an irgendwelche privaten Unternehmen schickt (wie zum Beispiel den Bestand der eigenen Musiksammlung usw.). Dadurch, dass jeder in diesen Quelltext schauen kann, entsteht eine gegenseitige Kontrolle. So können wir davon ausgehen, dass OpenSource-Programme (wie z.B. Firefox) „sauber“ sind und keine ungewollten Dinge im Hintergrund machen (so wie bei anderen nicht-OpenSource-Browsern, wo man nicht nachschauen kann!!).

Zusätzlich ermöglicht dies, dass die Programme aufeinander aufbauen und miteinander arbeiten. So müssen Programmierer nicht jedes Mal das Rad neu erfinden (sowie bei Closed-Source-Programmen) und können auf dem, was andere zuvor geschaffen haben, aufbauen!

Außerdem ermöglicht dies meistens, dass die OpenSource-Programme an die verschiedenen Systeme (Windows, Mac, Linux, FreeBSD. usw) angepasst werden können und nicht nur speziell für ein Betriebssystem gemacht werden. Man nennt solche Programme Plattform-übergreifend.



OpenDocumentFormat, kurz ODF, ist eine der Alternativen zu den proprietären Formaten, die heutzutage von großen Unternehmen als Standard aufgezwungen worden sind (z.B.: .doc für Word). Genauso wie andere Formate wie z.B: .mp3, .wma, ... Proprietär heißt, dass sie einer Firma gehören (anders als die GPL-Lizenz s. unten).

Jeder Softwarehersteller versucht sein proprietäres Format als Standard anerkennen zu lassen, um sein Einkommen zu sichern. Denn da wo sich Benutzer abhängig machen, kann man am besten Geld machen!

Ein Beispiel für Microsoft-Computerhersteller-Verträge (die freier Software viele Steine auf den Weg legen): Das Lesen von .ogg (freies Format für Musik, ähnlich wie .mp3), obwohl frei, kostenlos und mit besserer Qualität, wird kaum bei Mp3-Playern eingebaut. Anderes Beispiel: Heutzutage findet man auch Computer mit einem kostenlosen Linux-Betriebssystem zum Kaufen. Der Computer wird aber teurer verkauft als einer mit W. Vista! Wie kann das nur möglich sein (ganz davon abzusehen, dass Vista kein Erfolg zu sein scheint)???

Dies spiegelt die Beeinflussung großer Unternehmen auf Computer- und Gerätehersteller wider. Und wir entfernen uns von unserer Illusion der Entscheidungsfreiheit...



Zusätzlich gibt es die GNU-GPL / Creative Commons Lizenz.

Was ist aber eine Lizenz?

Eine Lizenz sagt aus, welche Rechte für ein Programm gelten. Mit Lizenzen legen Software-Hersteller fest, wie z.B. ein Programm verkauft wird, wer es benutzten darf und auf wie vielen Computern es installiert werden darf.

Eine Lizenz kann sehr benutzerfeindlich / firmenfreundlich sein. Das muss aber nicht sein! Das beste Beispiel dafür ist die GPL-Lizenz und die Creative Commons Lizenz.

Die GPL, Abkürzung von „General Public Licence“ („Allgemeine Öffentliche Lizenz“) heißt: ein Programm gehört keiner Firma, keiner Aktiengesellschaft, sondern allen Menschen, die es benutzen!

Die GPL heißt also: Das Programm muss OpenSource sein, du darfst es anschauen, verändern, anpassen, aber alles nur gemäß der GPL weiterverbreiten.

Andere bekannte OpenSource GPL-Projekte: Mozilla-Projekte (Firefox, Thunderbird usw.), Wikipedia, VLC-Player, OpenOffice.org, Linux, Ubuntu, Debian...

Die Creative Commons Lizenz ist ähnlich, allerdings an Inhalte von Dokumenten angepasst (z.B.: Der komplette Inhalt von Wikipedia ist unter der Creative Commons!).


All dies wurde von Menschen geschaffen, die sich gegen die Kommerzialisierung von Software stellen. Sie geben, ohne etwas zu verlangen, da sie aus reiner Überzeugung dafür stehen, dass die Sicherheit und der Fortschritt vor allem durch freien Austausch erhöht werden sollen.


So, nun ist es an Dir, wenn Du das alles unterstützen möchtest, dann achte auf die Lizenz! Solange die Programme nicht explizit mit „GNU-GPL“ oder „Creative Commons“ gekennzeichnet sind, dann vertreten sie (und die Menschen, die sie geschaffen haben) nicht diese Philosophie!!!


In unserer „freien“ Welt können wir uns für verschiedene „Möglichkeiten“ entscheiden, vorausgesetzt, man erfährt davon!

Deshalb dieser Text... ;)


Kurze Tabelle zur freien Alternative:


nicht frei

(proprietär, d.h gehört einer Firma)

frei

(GPL, Creative Commons usw.)

Ms Office (Word, Exel, Powerpoint..)

OpenOffice.org

Internet Explorer

Firefox

Windows Media-Player

VLC-Media-Player, MPlayer

Windows, Macintosh

Linux (z.B. Ubuntu, Debian)

ICQ, MSN

Pidgin (kann sowohl icq als auch msn)

Adobe Photoshop

The GIMP

CorelDraw

Inkscape



.doc, .ppt, usw.

ODF: .odt (openDocumentText), .odp, ...

.mp3, .wma (windows media audio),...

.ogg (OggVorbis)



MS Encarta

Wikipedia

Google

Wikia Search (ganz neu)



Schriften (TimesNewRoman, Arial)

DejaVu (die Schrift dieses Textes), usw.

usw...




Kostprobe unter:

www.opensource-dvd.de

www.ubuntuusers.de